Cristian Vogel

Polyphonic Beings

Shitkatapult strike_151 cd
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Der in Chile geborene und in England (Bristol) aufgewachsene Produzent CRISTIAN VOGEL steht für eine Zerrissenheit in der Geschichte von elektronischer Musik und/oder Techno. Denn er personifizierte wie nur wenig andere Künstler (Aphex Twin…) der zweiten Welle von Techno, in der die zuvor totgesagte Autorenschaft wieder mächtig zurückkehrte. Der frühere Punk mit abgeschlossenem Studium für Komposition (Der Moderne des 20ten Jahrhunderts in Sussex) vermittelte eine gewaltige Kraft in seiner Musik, die sich heute natürlich ganz einfach als Elektronische Musik verorten lässt, aber damals doch die Konzepte von Techno mehr als nur durchrüttelte. Komplex verschachtelte Rhythmen (Süddeutsche Zeitung) graben tiefe Schluchten in dunkle (Hör-)Räume.

1996 machte er mit JAMIE LIDELL noch einen letzten Versuch unter dem Projektnamen SUPER COLLIDER, der elektronischen Musik, die sich immer noch in erster Linie als Tanz/Rave/Club-Musik verstand, einen Hauch von Leben einzuatmen: clusterhafte Breakfunk Musik aus einer Aktualität, die für viele doch eher Zukunftsmusik zu sein schien, Science Fiction for the Floor. Das Projekt scheiterte nicht, aber erfüllte nicht mal halbwegs die Erwartungen eines Künstlers, der wohl eher verblüfft auf das Desinteresse an Musik als Kunst und Foschung bei allen anderen blickte. Für CRISTIAN VOGEL steckt in Musik immer ein Wille zur Weiterentwicklung, als Jungle von Dickicht der Industriestädte, in der Musik als Angriff und Verteidigung gedacht wurde.

Er zog, vielleicht auch enttäuscht von dem auf Erwartbares reduzierenden Hedonismus in der Szene nach Barcelona und band seine explosiven Ideen in etwas gängigere Formate, gründete Labels, versuchte Netzwerk (No Future , Sleep Debt…) und schlug gleichzeitig einen Haken zu seinen Anfangstagen, indem er zunehmend gleichzeitig an Formaten wie Musik für Ballett und ähnlichen Konzepten arbeitete. Gerade auch in der sog. Funktionsmusik suchte er Freiheit durch Konzept und Ernsthaftigkeit im Kunstverständnis.

Es wurde etwas stiller um CRISTIAN VOGEL, der nach einem längeren Aufenthalt in Wien vor knapp zwei Jahren in Berlin landete und dort mit “The Inertials” auf SHITKATAPULT einen ersten neuen Versuch wagte, alles was für ihn Elektronische Musik als Gesamtheit ausmachte, auf einem Alben zu integrieren. Kurz danach erschien das mystisch schwebende Ambient Werk “Eselsbrücke”, sozusagen schon in der Sprache der neuen Stadt.

Nun legt er, wieder auf SHITKATAPULT, mit “POLYPHONIC BEINGS” ein neues Album vor, ein richtiges Meisterwerk der alten Vogel-Klasse, wie die Fans sagen werden. “POLYPHONIC BEINGS” beginnt, nach einer irritierend knapp 2 Minuten langen Rausch-Welle mit einem überraschend klassischen Dub Track und verdüstert und abstrahiert von dort Stück für Stück, Minute zu Minute, Track zu Track. Ein unheimlicher und unglaublicher Sound. Hier stimmt alles, jeder Hallweg, jede Faderfahrt, jeder komponierte Ton reisst den Hörer Nummer für Nummer in diesen Vogel-Kosmos.

Statt mit Verschachtelungen zu beginnen, entstehen hier wankende Rhythmus Türme, mächtige Sound Passagen, Räume, Strassen, Spiegel, Wege und führen in diesen niemals enden wollenden Strom von Ideen. Wie er im Sleeve Text Karl-Heinz Stockhausen folgerichtig zitiert: geht es hier um “atomic layers of ourselves”. Ja, so ist das. Wir sind, was wir hören. Das hier ist definitiv CRISTIAN VOGEL.

Da sowohl Künstler als auch Label das Format Vinyl so lieben, gibt es diesmal einen Bonus Track auf der Doppelvinyl: Spectral Jack ist ein irrer Wahnnsinnsjahrmarkt zwischen Jack und Jock. Für Djs auch Digital erhältlich über Pullproxy und Shitkatapult...

In his 1972 lecture entitled “Four Criteria of Electronic Music”, the composer Karlheinz Stockhausen touches on a compelling idea. When we hear music, we are modified on levels we are not able to perceive - he refers to the “atomic layers of ourselves”. It struck me that if indeed we are embodying music so deeply into ourselves, then surely we begin to resemble that music - in some sense, we become what we hear.

It is with this idea that “Eselsbrücke”, my previous album, came to a close and now “Polyphonic Beings” begins.

Let’s say that we are what we hear. I propose then, that we expose our cells to the wildest music quality, to the deepest transformations. I have faith that this music can be abundant and that it opens up new ways of being which are unimaginable without having heard it.

One of the greatest qualities of music is its empathy, its fundamental outwardness. Through the process of listening, its healing intelligence is transferred into us all. Freedom is the basic condition for the continuing revelation of this music, in whatever forms it decides to manifest.

As an artist, I strive everyday to be mindful and accepting of the alien forms music can take and I work with whatever techniques are best suited for capturing those forms as transmittable sound energy. If I do it successfully, then that energy transforms and transfers itself through its own channels (regardless of what the music business thinks!).

So with much love and gratitude, I am proud to present my latest music release - “Polyphonic Beings” - it takes the form of studio recordings which I put together over the last 12 months at various locations around the world.

I am thankful to all those who have helped and guided me. Enjoy what this music brings to you.

- Cristian Vogel (Copenhagen 2014).

Cristian Vogel: Polyphonic Beings

2LP
CD
Exclusion Waves Cristian Vogel 7'45''
McCaw's Ghost Cristian Vogel 5'57''
How Many Grapes Went Into That Wine? Cristian Vogel 8'23''
Lost In The Chase Cristian Vogel 5'43''
LA Banshee 109 Cristian Vogel 6'15''
Forest Gifts Cristian Vogel 6'14''
Spectral Jack (Vinyl Only) Cristian Vogel ''
Society Of Hands Cristian Vogel 6'55''
Exclusion Waves Cristian Vogel 7'45''
McCaw's Ghost Cristian Vogel 5'57''
How Many Grapes Went Into That Wine? Cristian Vogel 8'23''
Lost In The Chase Cristian Vogel 5'43''
LA Banshee 109 Cristian Vogel 6'15''
Forest Gifts Cristian Vogel 6'14''
Society Of Hands Cristian Vogel 6'55''

Auch schön: