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"New polyrhythmic and psychedelic incarnation. Sounding like the music of forgotten people from Venus." (IRM)

Mit Raz Ohara fing alles an: Sein Album "Moksha" war im Februar 2014 die erste Veröffentlichung auf Albumlabel, dem damals neuen Label aus dem Hause Shitkatapult. Das wunderbar verwehte und dabei so treffsichere Moksha sollte zwar nicht die inhaltliche Richtung der neuen Plattenmarke vorgeben. Schließlich wollte und will man sich möglichst wenig festlegen, was dem ALB-Katalog nach wie vor sehr gut tut. Aber trotzdem kann man dieses Album als eine Art Label-Manifest hören. Denn Moksha verlangt Zuwendung und Zeit. Und genau darum geht es den Albumlabel Machern: Ums Platten Hören und die dafür notwendige Gelassenheit und Konzentrationsfähigkeit in Zeiten internetbedingter Hypernervosität.

Ein Jahr später erschien ebenda "Z" von Oliver Doerell aka Cummi Flu. Eine ganz andere Musik als die auf Moksha, weniger flatterhaft und verwischt, dafür perkussiv und transparent. Gleichwohl ein Album, das genau hierher gehört, auf dieses Label. Ein Album, für das man sich Zeit nehmen sollte.
Cummi Flu, der seine Perkussion-Schleifen gerne aus Flitschgeräuschen verschiedener Gummibänder erzeugt, kreiert Loops mithilfe aller möglichen und unmöglichen Klangerzeuger. Was geschieht nun, wenn man solch komplexe Klangkreisel verfremdet und verzerrt, sie quasi durch die Raz Ohara Mühle dreht? Es entstehen mahlende Tracks aus field recordings, akustischen Instrumenten, Synthesizern und Küchengeräten. Fremdartig und flüchtig.

Der Sound von CUMMI FLU / RAZ OHARA.

Es hat den Anschein, daß Ohara und Doerell sich nicht nur gut verstehen, sondern sich hervorragend ergänzen. Gemeinsam erzeugen sie eine überaus angenehme Psychedelik, eine Art dunklen Psychedelik-Klassizismus. Urbane Voodoo Musik. "Y" ist ein Dschungel-Album, in dem man verloren gehen kann. Zum Beispiel hören wir etwas, das mehrstimmige, verzerrte Flöten sein könnten, so genau lässt sich das nicht verorten. Und im Grunde spielt es auch keine Rolle. Das Interesse am Ursprung einzelner Sounds wird immer kleiner, je länger man zuhört. Es ist, als ob die musikalische Summe und ihre psychedelische Wirkung allen Rationalismus überlagert. Als ob die Musik die Kontrolle übernehmen würde.

Soul-Fragmente, gesungen von Raz Ohara mit seinem brüchigen und zugleich so souveränen Gesang, umwehen die außerweltlich wirkenden Klangschleifen. Dann wieder dunkles Voodoo-Klopfen, dazu scharfes Einatmen von Ohara, gleich darauf hören wir seine Stimme knarzen und kratzen, manisch, so als wäre sie Teil einer kultischen Handlung. Verschiedene Taktarten greifen ineinander und erzeugen polyrhythmische Endlosigkeit. Und bevor die extrem gefilterten Flötenloops wieder die Oberhand gewinnen, geschieht es, daß einem diese Musik unvermittelt ans Herz greift, daß sie auf eine Weise berührt, wie das der Soundtrack der eigenen Jugend vielleicht einmal getan hat. Eine Folge des Sich Zeit Nehmens vielleicht, wer weiß.

CUMMI FLU ist die jüngste Inkarnation des sich stetig verändernden Multi Media Illusionisten Oliver Doerell. Der gebürtige Brüsseler war die treibende Kraft hinter den Elektronika Projekten Dictaphone und SWOD, außerdem Klangkörper von Raz Oharas Odd Orchestra.
RAZ OHARA's dub-infizierte Produktionen entwickeln einen unverwechselbaren Soundflow. Ohara arbeitete bereits mit unzähligen Künstlern und veröffentlichte auf ebenso vielen Labels. Seine Tracks wurden remixed von Pantha Du Prince, Noze & DOP, Apparat, NU, Acid Pauli u.a.

Cummi Flu / Raz Ohara: Y

Herbal Cummi Flu / Raz Ohara 5'25''
Gotal Nuso Cummi Flu / Raz Ohara 5'20''
Papadam Cummi Flu / Raz Ohara 3'24''
Aksak Cummi Flu / Raz Ohara 4'05''
118 Cummi Flu / Raz Ohara 2'30''
Moerder Cummi Flu / Raz Ohara 2'56''
Chanson de la Lune Cummi Flu / Raz Ohara 4'42''
Lapse Cummi Flu / Raz Ohara 2'54''
Mata Hari Cummi Flu / Raz Ohara 4'56''
118 / 2 Cummi Flu / Raz Ohara 1'55''

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