Donna Regina

The Decline Of Female Happiness

Karaoke Kalk kalk cd-54
Preise inkl. 19 % USt, exkl. Versandkosten.
Sendungen außerhalb EU sind 15,96% günstiger.
Mit Elektronika war es schon immer so eine Sache. Anfangs genauso wenig eine Genrebezeichnung wie „Indie“, stand dieser Begriff für all die mit elekronischen Mitteln produzierte Musik, die nicht Techno war. Also für eine ganz Menge. Die Abwesenheit von (geraden) Beats machte aus einer vagen Zuordnung ein Genre, nämlich der Einfachheit halber das der verhuschten, introvertierten Shoegazer und Nerds. So wurden klare Verhältnisse geschaffen: Es gibt die Rocker mit und ohne Gitarren. Und es gibt die Songwriter mit und ohne Gitarren. Den Rest nennen wir Elektronika. Das ging so lange, bis das Wort „Elektronika“ mit Recht als Unwort gegeißelt und in die Besenkammer der Musikgeschichte gesperrt wurde.
Donna Regina sind älter als Elektronika und so richtig hat dieser Begriff auf ihre Musik nie gepasst. Schließlich geht es bei dem Duo aus Köln von Anfang an ums Lieder Schreiben, also nicht um Tracks,
mithin auch nicht um Elektronika. Aber so genau darf man es nicht nehmen mit solchen Schubladenbezeichnungen. Und wenn es eine Band gibt, die Elektronika im Songformat von A bis Z durchdekliniert hat, dann ist das Donna Regina. Auf sie passen all die Attribute, die wir der eher zurückhaltenden, nuancenreichen und verspielten elektronischen Musik zuschreiben. Donna Regina sind
Meister der Zurückhaltung, der Andeutung, der Unbestimmtheit. Nur sie bringen es fertig, ihre Hörer derart stoisch zappeln zu lassen. Zum Beispiel das Stück „Vague“ (Nomen est Omen!) mit seinem wirklich umwerfenden Giorgio Moroder Bass erzeugt Erwartung vom ersten Ton an. Hier wird gekonnt Spannung aufgebaut und bis zum Schluss unbeirrbar gehalten – aber nicht aufgelöst. Denn das, was auf der Hand liegt, tun Donna Regina nicht. Sie umschreiben, umschiffen, deuten an und färben ein. Aber sie vermeiden das Offensichtliche.
Donna Regina spielen lieber einen Ton weniger als einen zuviel. Sie liefern eine wunderbare Produktion, die klanglich abwechslungsreich ist und voller Ideen steckt. Ihr Sound und ihre Songs sind elegant und mal mehr, mal weniger melancholisch. Und seit eh und je singt Regina Janssen wie die große Nico, die schließlich auch Rheinländerin war. Und doch ist „The Decline Of Female Happiness“ anders. Und Donna Regina wären nicht Donna Regina, wäre diese Andersartigkeit auf den ersten Blick erkennbar. Es scheint, als würde die Band oder zumindest ihre Frontfrau mit diesem Album Bilanz ziehen. Nicht nur
im Titelstück dreht sich „The Decline Of Female Happiness“ um weibliche Befindlichkeit und Selbstreflektion. Thematisiert werden Einsamkeit, Älterwerden und Alltag. Aus diesen Songs spricht
Erfahrung und vielleicht auch Ernüchterung. Es ist diese sublime Distanziertheit, wie man sie vielleicht den sehr unterschätzten Kinks zuschreiben kann, die „The Decline Of Female Happiness“ zu einem
besonderen Album macht. Der nüchterne Blick auf Zweifel und Selbstbild adelt die Songtexte. Und ebenso unaufgeregt und erfahren klingt die Musik. Eine Einheit von Musik und Text im Songwriting, nach der viele streben, die aber nur wenige erreichen. Kontinuität macht sich eben doch bezahlt.

Donna Regina: The Decline Of Female Happiness

The Decline Of Female Happiness Donna Regina 3'22''
Vague Donna Regina 3'36''
Until You Do Donna Regina 3'41''
Perfect Stranger Donna Regina 4'08''
Tied To Your Ship Donna Regina 3'13''
Lost Sunday Donna Regina 3'18''
Last Love Donna Regina 4'28''
Diamond Of The Day Donna Regina 4'49''
Still Looking For A Home Donna Regina 5'14''
For Good Again Donna Regina 1'16''
Vague (Version) Donna Regina 3'40''
Bronze In Stone Not Not Fun
MC: 5,00 € 9,99 €
Various Artists Monika Force Monika Enterprise
CD: 5,00 € 9,99 €
incl. instant DL
Xenia Beliayeva Ever Since Shitkatapult
12”: 4,00 € 7,99 €
incl. instant DL
Working for a Nuclear Free City What Do People Do All Day? Melodic
LP+CD: 8,50 € 16,99 €
CD: 7,00 € 13,99 €