Hauschka

Versions Of The Prepared Piano

Karaoke Kalk kalk cd-38
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Wie remixt man "Piano Solo"? - Die fragilen Experimente auf Hauschkas "Prepared Piano" öffneten schon im letzten Herbst vielen die Ohren ob der klanglichen Möglichkeiten des Pianos. Die Stücke erinnerten an die bei weitem nicht ausgereizten Fähigkeiten eines Instruments, dessen Boom nun seit Francois Couperins Klavierschule „L árt de toucher le clavecin“ von 1716 nahezu 300 Jahre andauert.
Und irgendwie rettete sich diese Tastenkiste doch immer ins Hier und Jetzt. Seine Eigenheiten des Klangbildes, die filigranen, ja mitunter auch brachialen Sounds, die das Piano hervorbringt, sind nicht austauschbar und verfügen über tragende, unverwechselbare Qualitäten. Qualitäten die letztlich soviel über das Instrument wie über seinen Spieler und den Komponisten verraten. Weil dem so ist, startete Hauschka sein Experiment: Er wählte sich Musiker, die seine Kompositionen als Basis wählten. Die Resultate überschreiten die Grenzen des Remix. Material wurde en masse hinzugefügt und plötzlich fungieren Hauschkas komplette, in sich geschlossene Werke als Basistrack auf welchen weitere Spuren geschichtet werden. Mal opulenter wie bei Vert, mal stiller etwa bei Eglantine Gouzy.
Eins ist stets klar: Diese "Revisions" oder "Versions" verlangten allen Beteiligten viel ab. Da wird nicht einfach eine Melodie über einen geraden Minimaltrack gelegt - Hauschkas Piano fügt sich als rhythmisches wie melodisches Element ein oder setzt die Vorgaben. tg mauss melancholischer Poptrack führt das fast exemplarisch vor. Das ist schon etwas Außerordentliches, wir bekommen ein Pop-Album geliefert was so für sich wunderschön funktioniert oder im Abgleich mit den Originalen einiges über die Kunst des Komponierens und Arrangierens verrät.
Hauschka selber verwandelt ein Stück in ein zartes Beach Boys Experiment. Nobukazu Takemura versieht die impressionistische Textur von "Kein Wort" mit Zirpen und Dissonanzen in neues Terrain. Als Hauschka das Projekt begann, legte er sein Augenmerk darauf, dass die Bearbeiter seiner Stücke singen. Nun geben Takemuras und Frank Brettschneiders Non-Vocal Versionen dem Album Raum und verweisen auf nochmals ganz Andere Möglichkeiten mit dem Basismaterial umzugehen.
Piano Pop, anders als Elton John, Bruce Hornsby oder Ben Folds - weiterreichend bis hin zu den verzauberten Tönen Takeo Toyamas und Wechsel Garlands. Mal mit Hauschka im Background, wie bei Barbara Morgenstern, mal mit ihm als alleinigen Begleiter von Mira Calix Gesang. Bei Chica and the Folder scheint es dann völlig unmöglich die einzelnen Bestandteile nochmals auseinander zu dividieren. Tarwater geleiten einen Heim zum präparierten Klangkörper "He wonders how far he had travelled" singen sie. Ja, eine weite Reise zu erstaunlichen Orten, dieses Album.
Hauschka wird am 19 Februar 2007 mit "Room to Expand" auf FatCat ein neues Solo-Album veröffentlichen welches dann in seiner eigenen Weise hier und da auf die Lektionen oder die pure Schönheit von "Versions of the prepared Piano" zurückgreifen wird.

Hauschka: Versions Of The Prepared Piano

Mr. Spoon (Eglantine Gouzy) Hauschka 2'58''
Im Schlaf (Barbara Morgenstern) Hauschka 3'02''
Assembler’s Mix (Nobukazu Takemura) Hauschka 6'41''
Es Waren Eimal (Wechsel Garland) Hauschka 2'08''
Kotoba Naku (Takeo Toyama) Hauschka 4'01''
Things (Tg Mauss) Hauschka 4'18''
Rocket Man (Vert) Hauschka 3'22''
Stumm (Frank Bretschneider) Hauschka 4'45''
Without Morning Mix (Mira Calix) Hauschka 3'27''
Para Bien (Chica And The Folder) Hauschka 3'30''
Flying Horses (Hauschka) Hauschka 3'43''
The Afterlife Of Things (Tarwater) Hauschka 2'50''
Various Artists Rough Imaginary Home Normal
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