Ms. John Soda

Notes And The Like

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Zu Anfang eine kleine Anekdote. Von einer Band, nennen wir sie Ms. John Soda, und einer Konzertreise, die bis nach Kanada geführt hat. Was beinahe schief gegangen wäre, fehlte doch das Visum für jene Ms. John Soda. Oder einen Mr. John Soda? Das Mißverständnis war schnell geklärt. Aber vielleicht hat uns die Dame auf dem kanadischen Konsulat auf eine gar nicht mal so falsche Fährte gebracht.
In den vergangenen Jahren war John Soda ein kleiner Roboter, auf T-Shirts, Tourplakaten, auf dem Cover des ersten Albums "no p. or d." (09/2002). Ein Roboter also, jene ach so analoge Vorstellung einer digitalen Welt. Der Mensch als Maschine, mit all seinen Macken, Zweifeln und Leidenschaften. Auch Ms. John Soda stehen für eine analoge Vorstellung von digitaler Musik - oder eben genau umgekehrt. Und das mit all ihren Macken, Zweifeln, Leidenschaften. "Things may seem somehow unsure in times", heißt es da in einem der innehaltenden, fragenden Momente von "notes and the like". "There is no view that's not produced in one persons mind", heißt es an anderer Stelle. Stefanie Böhm singt sich abseits all zu einfacher Wahrheiten durch eine, ihre, unsere Welt. Sie zeigt uns Bilder. Deutlicher aber zeigt sie, wie diese Bilder verschwimmen, verschwinden. "hiding / fading", so lautete es auf der ersten Platte.
"notes and the like" ist ein Songwriteralbum geworden. Laut und leise, warm und wach. Was verwundern mag, wenn man in den vergangenen beiden Jahren eines der energetischen Konzerte von Ms. John Soda erleben durfte. Mehr Mensch, weniger Maschinen also? Eher anders herum: Der kleine Roboter hat ausgiebig in der Instrumentenkammer gestöbert. Ms. John Soda haben die direkte Ansprache ihrer Live-Konzerte um leisere, vielstimmigere Artikulationen erweitert. Unverstellt und nah, die Stimme, die Melodiebögen von Stefanie Böhm. Drumherum sich umgarnende Bassgitarren, sorgsam geschichtete Perkussionsgeräusche, Synthesizer, ein Streichquartett, ein zartes Vibrato, ein Glockenspiel.
"scan the ways" ist ein hungriges, weit vorgebeugtes Stück, mit fast nervösem Start. Bässe quengeln, Elektronik quietscht, der Gesang spricht, und er spricht Dich an. Deutlich, prononciert. "A million times", beginnt als kammermusikalischer Ausflug, schweigend, schwelgend. Und es zeigt, wie weit Ms. John Soda auf diesem, ihrem zweiten Album gegangen sind. Weit und doch nah bei sich selbst. Intim nah in vielen Momenten. Heimelig und unheimlich zugleich. "plenty of" beschließt "notes and the like" schließlich beinahe cinemaskopisch. Die Helden reiten in den Sonnenuntergang. Hätten wir nicht gerade von Ms. John Soda gelernt, dass das mit den Helden so einfach nicht ist.

Ms. John Soda: Notes And The Like

A Nod On Hold Ms. John Soda 2'44''
Hands Ms. John Soda 4'16''
Scan The Ways Ms. John Soda 3'23''
A Million Times Ms. John Soda 4'11''
No. One (Album Version) Ms. John Soda 5'00''
Outlined View Ms. John Soda 4'27''
Line By Line Ms. John Soda 5'52''
Sometimes Stop, Sometimes Go (Album Version) Ms. John Soda 5'52''
Plenty Of Ms. John Soda 3'52''
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