Múm

Smilewound

Morr Music morr 124-cd
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Du musst nicht Freud heißen, um in Zähnen etwas Heikles zu sehen. Sie können Freude freudig und Schmerz schmerzhaft aussehen lassen und auf dem Cover des neuen múm-Albums tun sie beides gleichzeitig. Neben Alben wie „Yesterday Was Dramatic – Today Is Okay“ (2001), „Finally We Are No One“ (2002) und „Sing Along To Songs You Don’t Know“ (2009) ist „Smilewound“ ein weiteres Beispiel für die Kunst der Band, widersprechende Aussagen nebeneinander zu stellen und sich an der Energie zu bedienen, die aus dieser Spannung entsteht.
„Smilewound“ ist karger im Sound geraten als viele der Vorgänger, es ist eine luftige, entspannte Platte. Das múm-Herz - bestehend aus Örvar und Gunni – bringt dich damit nicht lauthals zum Lachen (außer vielleicht beim sonderbaren Videogame-Sound-Anfang von „When Girls Collide“), aber es lässt dich oft lächeln – obwohl die lieblichen Frauenstimmen in den meisten Songs von den verschiedenen Formen der Gewalt berichten. Múms Fähigkeit, verspielte elektronische Klang-Ornamente um einfache Melodien zu flechten kommt hier voll zur Geltung. Etwa auf „The Colorful Stabwound“, einem fiebrigen Drum’n’Bass Stück, das so nah an einen klassischen Pop-Hit gebaut, wie es auf „Smilewound“ nur geht. Das ist nicht wirklich nah, aber trotzdem verklöppelt das Stück seine rhythmische Stärke mit einem schlichten, einprägsamen Klavier-Motiv und der beruhigenden Weichheit einer Frauenstimme zu etwas einprägsamen, dass dir folgt wie ein gutes Eau de Toilette. Oder „Candlestick“, das seinen Anfang vor vielen Jahren als schlichtes, auf einer Akustikgitarre geschrammeltes Liedchen nahm und sich nun zu diesem hüpfenden Synth-Pop-Stück ausgewachsen hat, das ständig seine Klangfarben ändert, bis man auf angenehmste Art schwindelig geworden ist. Perfekter Pop in sehr gewagten Kleidern. Kein Wunder, dass die australische Pop-Prinzessin Kylie Minogue mit múm auf „Whistle“ zusammenarbeiten wollte, dem Hauptsong aus dem Hollywoodfilm „Jack & Diane“.
Unter anderem aufgenommen im Proberaum der Band, einem alten baltischen Bauernhof oder dem Küchentisch nach dem Abendessen, haben múm das Album selbst produziert. Und weil sie noch immer das wechselnde Kollektiv sind, das sie vor Jahren wurden, wundert es nicht weiter, dass diesmal auch das frühere Mitglied Gyda wieder eine wichtige Rolle gespielt hat. Satelliten als Teil des Kerns zu definieren passt zu múms Schwäche für Gegensätze – und die machen den Charme dieser Platte aus.

Múm: Smilewound

Toothwheels Múm 4'47''
Underwater Snow Múm 4'08''
When Girls Collide Múm 5'00''
Slow Down Múm 4'48''
Candlestick Múm 3'31''
One Smile Múm 5'07''
Eternity Is The Wait Between Breaths Múm 4'21''
The Colorful Stabwound Múm 3'40''
Sweet Impressions Múm 3'54''
Time To Scream And Shout Múm 5'06''
Whistle (With Kylie) (Bonus Track) Múm 6'07''
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