Populous

Quipo

Morr Music morr 033 cd
Incl. Instant Download
Preise inkl. 19 % USt, exkl. Versandkosten.
Sendungen außerhalb EU sind 15,96% günstiger.
„What is a compound without an element?“ A Tribe Called Quest, 1991
Andrea Mangia ist 22 Jahre alt und stammt aus der tiefsten italienischen Provinz. Genauer gesagt aus Sogliano Cavour, einem Städtchen in Süd-Apulien, dem Absatz des italienischen Stiefels. „Glaub mir, in meiner Heimatstadt gibt es nichts, was man eine Musikszene nennen könnte!“ Also bildet Andrea mit 12, 13 Jahren seine eigene Szene und entdeckt das damals extrem populäre Noise-Rock-Label Amphetamine Reptile aus Minneapolis für sich. Helmet und Unsane zählen zu seinen frühen Helden. Logisch, dass Andrea Gitarre spielen will! Leider findet er niemanden, der mit ihm eine Band gründen will. Bevor die Einsamkeit Andreas Teenager-Seele nachhaltig schädigen kann, passieren glücklicherweise folgende Dinge: Andrea kauft sich Orbitals „Snivilisation“, ein Keyboard und dann Tortoises „Millions Now Living Will Never Die“. Er programmiert den Sequenzer des Keyboards, spielt Gitarre dazu, gerät in den Besitz einiger Autechre-CDs und verkauft Gitarre und Keyboard sofort, um sich einen PC zuzulegen. Nun ist Andrea nicht nur seine eigene Szene, sondern auch seine eigene Band.
Am PC beginnt Andrea seine Einflüsse zu organisieren und almagamieren. Rock gerät dabei immer weiter in den Hinter-, HipHop und eine subtile Pop-Sensibilität dafür in den Vordergrund. Nach und nach schält sich dabei eine präzise, reduzierte Version abstrakter Electronica heraus, die Mangias All-Time-Faves A Tribe Called Quest ebenso viel verdankt, wie auf der anderen Seite Phoenecia oder Phonem. Auf der Suche nach einem Künstlerpseudonym stößt Andrea auf die englische Vokabel „Populous“, die ihn weniger wegen ihrer eigentlichen Bedeutung, als vielmehr wegen der lautmalerischen Qualitäten überzeugt: „Mir gefiel das Wort auf Anhieb, es klingt einfach gut: Zwei ‚P’, zwei ‚U’, zwei ‚O’. Und es enthält ‚pop’!“
Anfang 2000 verschickt Populous genau zwei Demos. Eines landet auf dem Schreibtisch Thomas Morrs, der sich angenehm an den frühen Opiate oder auch Boards Of Canada erinnert fühlt, viel stärker aber von Populous’ klaren und einfachen, musikalischen Ausdruck beeindruckt ist. In einem fast zwei Jahre währenden Austausch zwischen Sogliano Cavour und Berlin entsteht das endgültige Tracklist für Andreas Debütalbum, das er mit „Quipo“ nach einem antiken numerischen System benannt hat, mit dem die Inka Informationen über Steuern und ihr Warenlager speicherten.
Populous’ persönliches Quipo besteht dabei nun einerseits aus den ‚Ones and „Twos’, mit denen ein HipHop-DJ (bzw. sein Nachfolger: der Sampler) den popkulturellen Speicher in seine Bestandteile zerlegt. Andererseits fügen die Nullen und Einsen diese Elemente im Rechner zu immer neuen Verbindungen zusammen. Populous’ Synthese aus abstrakten Soundscapes, feingliedrigen Melodien und sehr physischen, nennen wir sie ruhig bodenständigen Beats, erweitert das Spektrum von Morr Music um eine weitere Facette, so dass das Label mit dem so bequemen wie schwammigen Begriff der „Indietronics“ schon längst nicht mehr zu fassen ist.

Populous: Quipo

Bottom 01 Populous 2'29''
Ent - The Dexo Populous 4'42''
Flu Populous 5'43''
Charol Astra Populous 5'35''
Clijster (Blepharo Edit) Populous 5'04''
Ext. Rhodes Bank Populous 4'20''
Hi Hat The Ro:q's Drns Populous 3'57''
Stretch Abuse + Snare Populous 4'50''
Bottom 02 Populous 2'08''