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Klack-klack – klack-klack – klack-klack: Der Beat des Zugfahrens vor Erfindung der Luftfederung war kein Jazz. Aber kombiniert mit dem Landschaftsfilm vor dem Fenster hatte sein gleichförmiger Doppelschlag Folgen: Gedanken schweiften ab, Fantasie machte sich ans Werk – Film ab! Nachzuhören ist dieses Prinzip auf dem dritten Saroos Album. Mehrmals sind die drei über Berlin und München verteilten Bandmitglieder mit dem Zug durch Italien getourt. Das hat ihnen sehr gut gefallen, sagen sie. Langsamer reist es sich so, quasi untertourig touren, und mit genug klack-klack, um es im Kopf klick machen zu lassen.
Nehmen wir mal „Tsalal Nights“. Ein Rhythmus, gradlinig wie mit der Nähmaschine gezogen, und doch lässt die Musik dein Gehirn von dieser Linie aus locker und verspielt in alle möglichen elektronischen Richtungen surren. Retro-Futurismus in einer leicht psychoaktiven Ausprägung – eher H.P. Lovecraft als Jules Verne. Wie Science-Fiction überhaupt wieder eine Rolle spielt auf diesem Album. „Spiaggia di Pluto“ etwa plockert in extraterrestrischer Kühle, aber mit der stilvollen Coolness einer Kubrick-Space-Lounge anno „2001“. Während „Kraken Mare“ die Hörer durch ein Meer kühler Sounds schweben lässt - und sie in den letzten Minuten dieses Album dann doch noch in einen rhythmischen Strudel zieht.
Saroos zeigen sich in diesen zehn Stücken ansonsten meist mit gedrosselter Erdung. Die Leinen des Beats wurden verglichen mit früheren Platten oft so weit gelöst, dass der Sound tüchtig Spiel hat: Mal eiert da Jungle-Elektro-Exotica in elliptischen Kreisen durchs Soundunterholz („Willow“). Mal stimmt das Nebelhorn einen Savage-Dub an („Seadance“), als würde King Tubby nach einem Achtblättrigen durchs analoge Nirwana zirkulieren.
Dabei ist das Album nicht nur organischer geworden, sondern auch geselliger. Mehr Mensch, weniger Maschine. Wenn Gäste ins Studio kamen, blieben die Sampler aus. Natürlich hinterlässt das Spuren. Nicht alle so groß wie die von Fensters Tadklimp, der gleich einen ganzen Sack voll Sounds beisteuerte und seine Finger am Mischpult hatte. Aber in der Summe unüberhörbar: Wer von Saroos je eine Jamplatte erwartet hat: Hier ist sie.

Saroos: Return

Henderson Island Saroos 5'22''
Willow Saroos 1'54''
Tsalal Nights Saroos 4'19''
Boojum Saroos 2'08''
Seadance Saroos 4'58''
Rhoda Saroos 1'41''
Spiaggia Di Pluto Saroos 5'10''
Morning Way Saroos 2'07''
Sequoia Saroos 5'05''
Kraken Mare Saroos 4'45''
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