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Eine intime Overtüre, gestrichene Becken, Blasinstrumente im zarten Dialog. Mit „octant“ beginnt „EA1 EA2“ weit entfernt vom Stürmen und Drängen seines Vorgängers. Ein Motiv, dass das 1999 auf dem kleinen Weilheimer Label Payola erschiene zweite Album des Tied & Tickled Trios über weite Strecken durchzieht. Auch das auf ein elektronisches Fundament gestellte „unwohlpol“ klingt in ruhiger, manchmal fast melancholischer Atmosphäre. Oder „yolanda“ mit seinem einnehmenden Klaviermotiv, ein wenig Satie, ein langer Herbstspaziergang.
„EA1 EA2“ ist eine coole, manchmal kalkulierte Platte. Glänzte das Debüt des Tied & Tickled Trios drei Jahre zuvor noch durch seine pulsierende Komplexität der Möglichkeiten, wird nun selbstbewusst reduziert und akzentuiert. Seltener sind die Ausbrüche in die Atonalität des Freejazz geworden. Und auch das nervöse Flirren der Elektronik mündet, so in „d.b. track“, in der schlichten Schönheit eines Bläsersatzes. Immer wieder erscheinen kurze Melodien, die über die Länge der einzelnen Stücke aufmerksam moduliert werden.
So gesehen ist „EA1 EA2“ - in der Presse gerne mit „Cool Jazz“-Verweisen bedacht - die konsequente Fortsetzung des selbstbetitelten Debüts. Ein nicht minder intensives Album, wenngleich sich diese Intensität immer wieder nach innen wendet. Deutlicher separiert sind nun die Einflüsse, die Sozialisation der Band: Sensibler Jazz, der auch den Wohlklang nicht scheut. Flirrende, atmende Elektronik. Und immer wieder die nuancierten Rhythmen von Casper Brandner und Markus Acher. Schließlich hatte das Tied & Tickled Trio ja einmal als reines Schlagzeugduo angefangen. Noch immer werden die Stücke auch und vor allem von den Rhythmen und ihren Verschiebungen und Modulationen aus gedacht. Genauso sind es auf „EA1 EA“ aber die Melodien (und Melodiesätze) die lange im Ohr bleiben.
Deutlicher als sein Vorgänger ist „EA1 EA2“ von einem ausgiebigen, neugierigen Dialog mit den Möglichkeiten des Tonstudios geprägt. Heute, sieben Jahre später, ist das Tied & Tickled Trio ein Klangkollektiv, dass deutlich und bewusst zwischen den Bedingungen und Atmosphären im Tonstudio und auf der Konzertbühne unterscheidet und nicht zuletzt deshalb gerade den Konzertfilm „Observing Systems“ veröffentlicht hat.

Tied & Tickled Trio: Ea1 Ea2

Octant (Intro) Tied & Tickled Trio 1'59''
Unwohlpol Tied & Tickled Trio 3'14''
D.b. Track Tied & Tickled Trio 3'31''
Utrom Tied & Tickled Trio 5'48''
Yolanda Tied & Tickled Trio 2'36''
Van Brunt Tied & Tickled Trio 4'18''
Sevastopol Tied & Tickled Trio 3'03''
4 Pole Tied & Tickled Trio 6'18''
Numerate Tied & Tickled Trio 1'40''
Octant (Outro) Tied & Tickled Trio 2'36''
Curry Park Tied & Tickled Trio 4'42''
Monolith Tied & Tickled Trio 4'25''
Wedding Song (T+tt Remix) Tied & Tickled Trio 4'17''
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