Tied & Tickled Trio

Tied & Tickled Trio

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Eine frühe Platte. Rückblickend betrachtet. Ein imposanter, impulsiver Aufbruch damals vor zehn Jahren, 1996. Eine Platte die mindestens das deutschsprachige Indieland entgrenzen sollte. Und die sich überhaupt schwer damit tat, (Genre-) Grenzen zu akzeptieren. Sechs Menschen aus dem Dreieck Weilheim, München, Landsberg, sechs Menschen aus Indierock und Hardcore, aus Jazz und Bildender Kunst. Zwei dabei, die mit The Notwist zu der Referenzband einer jungen, brodelnden Musiklandschaft gehörten, andere die den Jazz studierten und hin sowieso - was weit wichtiger werden sollte - im Herzen trugen.
Am Schlagzeug Markus Acher und Casper Brandner, die das Tied & Tickled Trio zwei Jahre zuvor als polyrhythmisches Duo gegründet hatten. Micha Acher an Bass, Posaune, Flügelhorn. Andreas Gerth an Elektronik, Theremin, an Geräten. Johannes Enders am Saxophon, Ulrich Wagenheim an der Klarinette.
Damals auf dem kleinen Weilheimer Label Payola veröffentlicht, brachte das Debüt des Tied & Tickled Trio den Jazz in ein Milieu, dass ihn bisher vor allem aus den Hardcore-Adaptionen rund um die New Yorker Knitting Factory kannte. Und vom pulsierenden Freejazz des Notwist-Projekts Potawatomi. Gleichzeitig wusste das Tied & Tickled Trio auch um die Jazzlust der elekronischen Musik - ohne sich mit beliebten wie beliebigen Oberflächen zufrieden zu geben. Das Tied & Tickled Trio funktionierte immer weit jenseits des bloßen Samples, des bloßen Zitats. Und nah am Herzen. Leidenschaft.
Postrock (Achse Weilheim-Chicago), reduzierte Dub-Deepness (On U-Sound), alte und ganz alte Helden (Davis, Coltrane, Hancock) - in Plattenrezensionen fanden sich immer wieder euphorische Referenzen. Und so zutreffend die Bilder immer wieder für kurze Tied & Tickled-Momente sind, zeugen sie doch auch von den Schwierigkeiten, eigene Worte für eine sich gerade formierende und immer wieder neu formulierende Band zu finden. Ein Aufbruch eben. Eine Platte, die bei all ihren innehaltenden Momenten stürmt und drängt.
„tusovska dub“ ist eine vibrierende Echokammer, ein repetitives Stück, durchzogen von zarten Modulationen. „motorik“ eine Reise in Jazz, von einer strengen Piano-Miniatur zu frei schwebenden Holzblasinstrumenten. „constant“ ein pulsierender Rhythmusteppich und das komplexe Klangbildnis des Tied & Tickled Trios: ganz laut und fast leise, nach vorne gehend und zurückgenommen, Jazzpatina und elektronische Postmoderne.
Die LP Version ist ein Co-Release der Labels Kollaps und Payola (Edition von 1996).

Tied & Tickled Trio: Tied & Tickled Trio

Rara Avis Tied & Tickled Trio 5'55''
Mutant Tied & Tickled Trio 5'03''
Tusovska Dub Tied & Tickled Trio 5'40''
Nordlied Tied & Tickled Trio 3'39''
Le Matin D Tied & Tickled Trio 2'10''
Hypnothese Tied & Tickled Trio 2'40''
Constant Tied & Tickled Trio 7'54''
Dept. 106 Tied & Tickled Trio 2'26''
Constant (Console Rmx) Tied & Tickled Trio 4'46''

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