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Schluss machen ist nie einfach. Nicht für mich, nicht für dich, auch nicht für Musiker mit ihrer Musik. Deshalb ist es für Bands eine unterschätzte Königsdisziplin, mit liebgewonnenen Gewohnheiten zu brechen und konsequent in eine entgegengesetzte Richtung zu gehen. Als das erste Tape des Kölner Quartetts Urban Homes 2011 erschien, waren die vier darauf enthaltenen Songs noch eher ein Querschnitt der vorherigen Bands der Musiker: Yage, PTTRNS, Airpeople – also viel von dem, was an (Post-)Hardcore und -Punk aus der rheinischen Region in den letzten 13 Jahren fein und besonders war. Gemessen daran ist »Centres« eine Revolution, ein Dokument der wachen Auseinandersetzung und des hohen Anspruchsdenkens dieser Band.
»Der Umbruch kam, als unser Schlagzeuger für ein halbes Jahr wegzog«, beschreiben sie den Ursprung dessen, was nun mit »Centres« seinen (vorläufigen) Schlusspunkt erhält. Urban Homes packten als Reaktion auf die berufsbedingte Auszeit ihres Drummers einen Roland TR-707 Drum-Computer aus und wagten einen Neuanfang. Geprägt durch sich verändernde musikalische Vorlieben entwickelte die Band einen fein ziselierten, federnden House-Sound mit Dub-, Krautrock-, Balearic- und Disco-Einflüssen, der komplex klingt, aber auch live seine Kraft nicht verlieren soll. Deshalb ist »Centres« ein Album, das einer Producer-Platte ähnelt, das aber von einer Band mit Wurzeln im Gitarren-Underground kommt und konzertiert wird. Eine Entwicklung, die vergleichbar ist mit dem, was Bands wie Supersystem, !!! oder The Rapture Mitte des letzten Jahrzehnts für den Postpunk Nordamerikas einläuteten – nur noch konsequenter.
Sogar die einzelnen Songs auf »Centres« geben Hinweise auf den Entwicklungsprozess der Band. Während »Full Trance Effect« mit seinem analogen Schlagzeugspiel noch Relikte der Anfangsphase aufweist, ist »Untitled Luv«, das Schlussstück des Albums, ein sich in seiner spacigen Überdrehtheit langsam zuspitzender elfminütiger Quasi-Rave, der alle Einflüsse der Band zusammenbringt und einen Grenzpunkt markiert für einen House-Sound, den eine Band gemeinsam einspielen kann. Hier verabschiedet sich »Centres« vollends von Hooklines und Hymnen und taucht ein in eine Dynamik von elektronischer Musik, die gescheit ist, sich in eine Tradition einbringt und in ihrer Konsequenz zwingend ist.

Urban Homes: Centres

Ivory Tower Guard Urban Homes 5'01''
Aurora Urban Homes 6'55''
Ayran Gifbek Mersi Urban Homes 6'13''
Full Trance Effect Urban Homes 6'16''
Untitled Luv Urban Homes 11'07''
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