Various Artists

Kalk Seeds

Karaoke Kalk kalk cd-30
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1997 gedeiht im Kölner Arbeiterviertel Kalk das erste Artefakt einer neuen Spezies. Offensichtlich elektronischer Natur, aber doch keiner bekannten Gattung zuzuordnen. Ein Hybrid, anfangs zwischen der Kölner Schule des Minimal Technos und den elektroakustischen Experimenten der Stadt. Er zeigt sich zuerst in einer Reihe 12"es von Kandis, Senking und anderen. Dann 1998 das erste Album: Wunder - die Reaktionen: fast wirklich ein Wunder, noch heute entdecken Leute die Platte für sich und schicken entzückte Mails an Label und Künstler. Karaoke Kalk wird als eigene Spezies weltweit anerkannt und breitet sich aus.
2005: Kalk Seeds dokumentiert die Ausbreitung des Kalk Gewächses, besonders in Japan und Deutschland. In 16 Stücken und einem Videoclip präsentiert sich das offene und doch so spezifische Profil des mittlerweile in Berlin ansässigen Labels nach fast acht Jahren kontinuierlicher Veröffentlichungen. Was klar wird ist: Karaoke Kalk versammelt Musik die so nirgendwo sonst stattfindet, sie ist immer an das Hier und Jetzt angedockt und zeichnet gleichsam eigene Linien in verschiedenste Soundwelten, mittlerweile auch weit jenseits des Elektronischen, die aber immer auf diese besondere, Kalk spezifische Art zusammengehen.
Kalk Seeds beginnt mit dem eleganten ausformulierten Pop von Roman und liefert einen faszinierenden Ausblick auf dessen im Laufe des Jahres zu erwartendes zweites Album. Zusammen mit seinem Song finden sich insgesamt zehn völlig neue, bislang unveröffentlichte Tracks unter den 16 Stücken von "Kalk Seeds". So erschließt diese Labelgeographie auch ständig Neuland. Da ist Hauschkas lyrische Miniatur am manipulieren Piano, dort tanzen Le Roks ungerade Beats, die mit sanften Harmonien korrespondieren. Dazwischen staunt man über Takagi Masakatsus Songexkursion in japanische Melancholie: Vierdreiviertel Minuten dramatische, ja betörende Zerbrechlichkeit der Form. Daneben finden sich Kalk Klassiker wie Donna Regina und März, deren Arbeiten am Song das Gesicht des Labels prägen sowie Helden der ersten Stunde in neuen Tönen etwa Sora/Garland und Kandis.
Es ist der besondere Umgang mit den Formen, der vielleicht am besten den Karaoke Kalk Sound erklären mag: Ob es ferne Technostrukturen, Beach Boys-Harmonien, abstrakte Elektronik, Minimal Music oder Popexperimente sind, sie leben von einem energieerfüllten speziellen Zwischenraum, in Pascal Schäfers Rhythmusgebilden genauso wie in Takeo Toyamas bewegender Komposition "Der Meteor".
Kein Masterplan, sondern ein eigentümliches Wachsen bestimmt das Gebilde Karaoke Kalk, es ist nicht statisch, wandelt sich und bleibt dennoch unverwechselbar. Avant-Pop mögen manche sagen, andere: "Das "Les Disques Du Crépuscule" unserer Tage". Karaoke Kalk füllt eine Lücke ist nicht nett sondern herausfordernd auch in jeder seiner Ideen von Schönheit, es ist die Antithese zur Gemütlichkeit und Genrelangeweile, es wächst und gedeiht. "Kalk Seeds" blickt auf eine Welt voller besserer Töne!
Oliver Tepel

Various Artists: Kalk Seeds

Saving Juno (Compilation Version) Roman 3'13''
Pumer (Compilation Version) Hausmeister 3'51''
Spring Sora/ Garland 2'25''
Two Stones Hauschka 2'51''
Mio Pianto Takagi Masakatsu 4'45''
Letter Kandis 3'50''
Directors Cut Le Rok 4'17''
Ugly Ducklings (Compilation Version) Toog 4'54''
Tic Tic (Compilation Version) Pascal Schäfer 6'20''
Slow Killer Donna Regina 3'51''
Kmm (Compilation Version) Kuchen Meets Mapstation 1'41''
Der Meteor Takeo Toyama 4'38''
Wir Sind Blumen Leichtmetall 3'59''
Xi-huan8 Kan Daisuke 2'54''
Suevian Rhapsody (Compilation Version) Poto & Cabengo 3'45''
Welt Am Draht (Compilation Version) März 3'43''
Poto & Cabengo Poto & Cabengo Karaoke Kalk
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